Fortbildungen 2022

In diesem Jahr veranstalten wir insgesamt sieben Fortbildungen rund um die Themen Gewalt- und Radikalisierungsprävention. Die Veranstaltungen finden entweder online per Zoom-Meeting oder in Präsenz in den Räumlichkeiten der Medical School Berlin statt. Dies wird vor allem vom aktuellen pandemischen Geschehen abhängig gemacht und hier auf der Homepage vermerkt. Sie können sich gerne einzeln, oder als Team zu unseren Fortbildungen anmelden. Die Anmeldung erfolgt entweder direkt über einen Zoom-Link, oder ein eigenes Anmeldeformular bei Präsenz-Veranstaltungen, welches Sie unter jeder Veranstaltung hier auf unserer Homepage finden können. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

 

Aktuelle Themen und termine


WENN DER VORHANG FÄLLT. AUSWIRKUNGEN TRAUMATISCHER ERFAHRUNGEN UND DEREN MÖGLICHE FOLGEN für DIE PÄDAGOGISCHE PRAXIS.

30.08.2022, 09:00 - 14:00 Uhr in den Räumlichkeiten der Medical School Berlin, Rüdesheimer Straße 50

Im Feld der Gewalt- und Radikalisierungsprävention treffen Fachkräfte häufig auf junge Menschen, deren (vor allem multiple) traumatische Erfahrungen zu großen Herausforderungen werden. In Abgrenzung zu anderen Belastungen erschüttern traumatische Erlebnisse in besonderer Weise das Vertrauen in eine wohlwollende und sichere Welt. Vor allem durch mehrfache und in Beziehungen stattfindende Traumatisierung entwickeln sich mitunter gravierende Folgestörungen, die sich in unterschiedlichen Weisen zeigen und eine pädagogische Arbeit erschweren, denn nicht immer gelingt es, diese psychischen Ausnahmezustände zu erkennen und in der professionellen Beziehung angemessen damit umzugehen. 

 

Die Fortbildung bietet einen ersten Einblick in das Thema Trauma und Traumafolgen. Neben der Klärung relevanter Begrifflichkeiten (Trauma, Traumafolge, PTBS), wird Bezug genommen auf die Besonderheiten der traumatischen Stressreaktion und die sich möglicherweise entwickelnden Folgestörungen. Es wird zudem einführend auf die transgenerationale Weitergabe von Traumata eingegangen, die hinsichtlich der aus Kriegsgebieten zurückkehrenden Personen besonders relevant sein dürfte, um abschließend zu besprechen, wie im pädagogischen Kontext adäquat auf Trauma und Traumafolgen eingegangen werden kann.

 

Dozierende:

Prof. Dr. Rebecca Friedmann ist Professorin für Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit an der Medical School Berlin sowie Geschäftsführerin der Denkzeit-Gesellschaft e. V. In ihrer Promotion „Praxisrelevante Differenzierung der Handlungsmotive von Gewalttätern“ widmete sich Rebecca Friedmann einem Thema, das sie auch in ihrer praktischen Arbeit bewegte und ließ die Ergebnisse ihrer Untersuchung unmittelbar in die Denkzeit-Programme einfließen. Ihre Themenschwerpunkte sind Psychoanalytische Pädagogik, Devianz, Gewalt und Delinquenz, Psychoanalytisch Interaktionelle Methode, Pädagogische Interaktionsdiagnostik sowie Psychosoziale Entwicklung und Entwicklungsstörungen.

 

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wenn die welt gespalten werden muss. aktuelle entwicklungen und ein blick auf den psychodynamischen nutzen von verschwörungsdenken.

07.10.2022, 09:00 - 14:00 Uhr - in den Räumlichkeiten der Medical School Berlin, Rüdesheimer Str. 50

Verschwörungsdenken existiert seit eh und je – doch seit der Coronakrise wirkt es besonders präsent. Selbsternannte „Querdenker“ vermuten hinter allem den großen, bösen Plan. Pandemieschutzmaßahmen werden von konspirativer Seite als erste Schritte in die totale Unterdrückung umgedeutet. Das Vertrauen in Regierung, Presse und Wissenschaft kränkelt nach wie vor. Neben einer gesellschaftlichen, wird in der Fortbildung auch eine individuelle Perspektive herangezogen aus der Verschwörungsdenken und damit meist der Anschluss an entsprechende Gruppen betrachtet werden kann. Was im Außen verrückt scheinen mag, macht für viele Menschen im Innen durchaus Sinn, in dem zum Beispiel Komplexität radikal reduziert, Sicherheit durch eine unverrückbare, „wahre“ Position zurückerlangt und Selbstwert durch ständige Bestätigung anderer stabilisiert wird, um nur einige Aspekte zu nennen.

 

 

In der Fortbildung wird ein Blick auf Verschwörungsdenken als Ganzes geworfen, die gesellschaftliche Breitenwirkung und der psychodynamische Nutzen werden erörtert und aktuelle Entwicklungen eingeordnet. Im Vordergrund steht neben dem Verständnis nicht zuletzt die Frage, wie wir dem konspirativen Problem wirkungsvoll begegnen – sowohl individuell als auch gesellschaftlich.

 

Dozierende:

Winnie Plha, M.A. Soziokulturelle Studien ist Sozialwissenschaftlerin, bei der Denkzeit-Gesellschaft für das Projektmanagement zuständig und arbeitet als Denkzeit-Trainerin mit straffällig gewordenen jungen Menschen ambulant und in Haft. Sie bietet Fachvorträge und Fortbildungen an und ist zusätzlich seit 2018 als freie Dozentin an der Medical School Berlin (MSB) im Studiengang Soziale Arbeit tätig. Ihre fachlichen Schwerpunkte sind psychoanalytische Pädagogik, pädagogische Interaktionsdiagnostik, Jugenddelinquenz, Gewalt und Radikalisierung(-sprävention), Traumapädagogik sowie Krisentheorie und Krisenintervention.

 

Dr. Jan Skudlarek ist promovierter Philosoph und beschäftigt sich in seinen Büchern und Artikeln mit gesellschaftsphilosophischen Themen. Seit der Corona-Krise arbeitet Skudlarek vermehrt in der Verschwörungstheorie-Aufklärung – u.a. im Rahmen von (Online-)Workshops klärt er über konspiratives Denken auf. Er arbeitet darüber hinaus als Ethik-Dozent und ist im wiss. Beirat von veritas – Der Beratungsstelle für Betroffene von Verschwörungserzählungen. Zuletzt erschien „Wahrheit und Verschwörung“ (2019) bei Reclam. Seine Themenschwerpunkte sind Sozialphilosophie, Ethik und Verschwörungstheorien.

 

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Vergangene Veranstaltungen


Wenn man nicht versteht, dass andere anders sind. Die Entwicklung zur Mentalisierung und warum Einschränkungen Radikalisierungsprozesse begünstigen können.

Diese Veranstaltung wurde verschoben! 

Neuer Termin: 14.07.2022, 10:00 - 15:00 Uhr - Medical School Berlin, Rüdesheimer Str. 50, Raum 0.6

Geht es um ein demokratisches Miteinander, ist Mentalisierung eine entscheidende, individuelle Voraussetzung. Sich selbst von außen zu sehen, also bspw. die eigene Wirkung einzuschätzen, und den anderen von innen zu betrachten, also die Welt aus seinen/ihren Augen sehen zu können, ist jedoch leider nicht angeboren, sondern eine frühe Entwicklungserrungenschaft. Wissen über sich selbst, die Welt und die Menschen darin entsteht im Zusammensein mit wichtigen Bezugspersonen, durch Anerkennung, Fürsorge und einer darauf basierenden sicheren Bindung. Sind frühe Beziehungen hingegen geprägt von Unverständnis, Vernachlässigung oder Gewalt können sich Mentalisierungsfähigkeiten nicht ausreichend entwickeln, was teilweise massive Folgen für das Selbst- und Fremderleben hat. Das Nicht-Sehen-Können oder Nicht-Aushalten-Können von anderen Positionen, Motiven oder Gefühlen mündet mitunter in starken Polarisierungstendenzen, eine unsichere, weil unberechenbare Welt kann durch radikale Ideologie verstehbar werden, was Radikalisierungsprozesse begünstigt.

  

In dieser Fortbildung widmen wir uns dem Konzept der Mentalisierung. Zunächst erläutern wir, wie Mentalisierung entsteht und warum wir diese Fähigkeit für das soziale Miteinander unabdingbar ist. Im Weiteren ziehen wir Verbindungen zwischen fehlenden oder eingeschränkten Mentalisierungsfähigkeiten und Radikalisierungsprozessen, geben Impulse wie dies erkannt und in der pädagogischen Praxis gefördert werden kann. 

 

Dozierende:

Winnie Plha, M.A. Soziokulturelle Studien ist Sozialwissenschaftlerin, bei der Denkzeit-Gesellschaft für das Projektmanagement zuständig und arbeitet als Denkzeit-Trainerin mit straffällig gewordenen jungen Menschen ambulant und in Haft. Sie bietet Fachvorträge und Fortbildungen an und ist zusätzlich seit 2018 als freie Dozentin an der Medical School Berlin (MSB) im Studiengang Soziale Arbeit tätig. Ihre fachlichen Schwerpunkte sind psychoanalytische Pädagogik, pädagogische Interaktionsdiagnostik, Jugenddelinquenz, Gewalt und Radikalisierung(-sprävention), Traumapädagogik und Krisentheorie und Krisenintervention.

 

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Wenn Gewalt die Lösung ist. (Radikales) Gewalthandeln individuell verstehen und förderlich intervenieren.

24.06.2022, 12:00 - 17:00 Uhr - Medical School Berlin, Rüdesheimer Str. 50, Raum 0.2

Gewalttätige Menschen unterscheiden sich hinsichtlich ihres Tatmotivs sehr voneinander. So könnte es sein, dass drei Jugendliche ein sehr ähnliches Verbrechen, z. B. eine schwere Körperverletzung begehen und sich dennoch in ihren Absichten deutlich voneinander unterscheiden; der eine Jugendliche schlägt das Opfer, um sein Ziel (z. B. die Herausgabe von Gegenständen, Anerkennung der Gruppe) zu erreichen. Ein anderer schlägt zu, weil er auf eine Provokation und empfundene Demütigung reagieren will. Ein dritter Jugendlicher wird scheinbar ohne ersichtlichen Grund gewalttätig. Das Opfer wird zur entmenschlichten Projektionsfläche, z. B. Teil einer homogenisierten Feindgruppe, die bekämpft werden muss. Allen drei Gewaltmotiven können spezifische psychosoziale Einschränkungen in Bereichen wie Wahrnehmung und Bewertung sozialer Situationen, eigener Impulse und Gefühlzustände, Toleranz und Steuerung besonders unliebsamer Affekte oder auch moralische Urteilskompetenz zugrunde liegen. Eine gezielte Fortentwicklung dieser Fähigkeiten führt zu mehr innerer Stabilität und ermöglicht Entscheidungen, wo zuvor keine möglich waren, zum Beispiel gegen gewalttätiges Verhalten.

 

Diese Fortbildung bot einen Überblick über die verschiedenen Motive männlichen Gewalthandelns und zog Parallelen zum Gewalthandeln extremistischer Gruppen. Außerdem zeigte die Fortbildung pädagogischen Fachkräften einen anderen Blickwinkel, einen Ansatz zur diagnostischen Einschätzung und zum pädagogischen Handeln auf.

 

Dozierende:

Prof. Dr. Rebecca Friedmann ist Professorin für Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit an der Medical School Berlin sowie Geschäftsführerin der Denkzeit-Gesellschaft e. V. In ihrer Promotion „Praxisrelevante Differenzierung der Handlungsmotive von Gewalttätern“ widmete sich Rebecca Friedmann einem Thema, das sie auch in ihrer praktischen Arbeit bewegte und ließ die Ergebnisse ihrer Untersuchung unmittelbar in die Denkzeit-Programme einfließen. Ihre Themenschwerpunkte sind Psychoanalytische Pädagogik, Devianz, Gewalt und Delinquenz, Psychoanalytisch Interaktionelle Methode, Pädagogische Interaktionsdiagnostik sowie Psychosoziale Entwicklung und Entwicklungsstörungen.

  


WENN DER VORHANG FÄLLT. AUSWIRKUNGEN TRAUMATISCHER ERFAHRUNGEN UND DEREN MÖGLICHE FOLGEN für DIE PÄDAGOGISCHE PRAXIS.

17.06.2022, 12:00 - 17:00 Uhr - online per Zoom-Meeting

Im Feld der Gewalt- und Radikalisierungsprävention treffen Fachkräfte häufig auf junge Menschen, deren (vor allem multiple) traumatische Erfahrungen zu großen Herausforderungen werden. In Abgrenzung zu anderen Belastungen erschüttern traumatische Erlebnisse in besonderer Weise das Vertrauen in eine wohlwollende und sichere Welt. Vor allem durch mehrfache und in Beziehungen stattfindende Traumatisierung entwickeln sich mitunter gravierende Folgestörungen, die sich in unterschiedlichen Weisen zeigen und eine pädagogische Arbeit erschweren, denn nicht immer gelingt es, diese psychischen Ausnahmezustände zu erkennen und in der professionellen Beziehung angemessen damit umzugehen. 

 

Die Fortbildung bot einen ersten Einblick in das Thema Trauma und Traumafolgen. Neben der Klärung relevanter Begrifflichkeiten (Trauma, Traumafolge, PTBS), wurde Bezug genommen auf die Besonderheiten der traumatischen Stressreaktion und die sich möglicherweise entwickelnden Folgestörungen. Es wurde zudem einführend auf die transgenerationale Weitergabe von Traumata eingegangen, die hinsichtlich der aus Kriegsgebieten zurückkehrenden Personen besonders relevant sein dürfte. Abschließend wurde besprochen, wie im pädagogischen Kontext adäquat auf Trauma und Traumafolgen eingegangen werden kann.

 

Dozierende:

Nina Jacobs, M.A. Psychologie, systemische Traumatherapeutin (ifs), Psychologische Beraterin und Trainerin, Beratungsnetzwerk Grenzgänger (IFAK e.V.) - Verein für multikulturelle Kinder- und Jugendhilfe – Migrationsarbeit in Bochum

  

Abdalla Abdi, M.A. Psychologie, Schwerpunkt: Psychologische Messung und Auswertung, Berater/ Psychologe im Beratungsnetzwerk Grenzgänger (IFAK e.V.) - Verein für multikulturelle Kinder- und Jugendhilfe – Migrationsarbeit in Bochum

 

Diese Veranstaltung wird am 30.08.2022 wiederholt!

 

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wenn die welt gespalten werden muss. aktuelle entwicklungen und ein blick auf den psychodynamischen nutzen von verschwörungsdenken.

08.04.2022, 10:00 - 14:00 Uhr - online per Zoom

Verschwörungsdenken existiert seit eh und je – doch seit der Coronakrise wirkt es besonders präsent. Selbsternannte „Querdenker“ vermuten hinter allem den großen, bösen Plan. Pandemieschutzmaßahmen werden von konspirativer Seite als erste Schritte in die totale Unterdrückung umgedeutet. Das Vertrauen in Regierung, Presse und Wissenschaft kränkelt nach wie vor. Neben einer gesellschaftlichen, wird in der Fortbildung auch eine individuelle Perspektive herangezogen aus der Verschwörungsdenken und damit meist der Anschluss an entsprechende Gruppen betrachtet werden kann. Was im Außen verrückt scheinen mag, macht für viele Menschen im Innen durchaus Sinn, in dem zum Beispiel Komplexität radikal reduziert, Sicherheit durch eine unverrückbare, „wahre“ Position zurückerlangt und Selbstwert durch ständige Bestätigung anderer stabilisiert wird, um nur einige Aspekte zu nennen.

 

In der Fortbildung wurde ein Blick auf Verschwörungsdenken als Ganzes geworfen, die gesellschaftliche Breitenwirkung und der psychodynamische Nutzen wurden erörtert sowie aktuelle Entwicklungen eingeordnet. Im Vordergrund stand neben dem Verständnis nicht zuletzt die Frage, wie wir dem konspirativen Problem wirkungsvoll begegnen – sowohl individuell als auch gesellschaftlich.

 

Dozierende:

Dr. Jan Skudlarek ist promovierter Philosoph und beschäftigt sich in seinen Büchern und Artikeln mit gesellschaftsphilosophischen Themen. Seit der Corona-Krise arbeitet Skudlarek vermehrt in der Verschwörungstheorie-Aufklärung – u.a. im Rahmen von (Online-)Workshops klärt er über konspiratives Denken auf. Er arbeitet darüber hinaus als Ethik-Dozent und ist im wiss. Beirat von veritas – Der Beratungsstelle für Betroffene von Verschwörungserzählungen. Zuletzt erschien „Wahrheit und Verschwörung“ (2019) bei Reclam. Seine Themenschwerpunkte sind Sozialphilosophie, Ethik, Verschwörungstheorien.

 

Winnie Plha ist Sozialwissenschaftlerin, bei der Denkzeit-Gesellschaft für das Projektmanagement und die die Leitung des Kompetenznetzwerks Radikalisierungsprävention zuständig und arbeitet als Denkzeit-Trainerin mit straffällig gewordenen jungen Menschen ambulant und in Haft. Sie bietet Fachvorträge und Fortbildungen an und ist zusätzlich seit 2018 als freie Dozentin an der Medical School Berlin (MSB) im Studiengang Soziale Arbeit tätig. Ihre fachlichen Schwerpunkte sind psychoanalytische Pädagogik, pädagogische Interaktionsdiagnostik, Jugenddelinquenz, Gewalt und Radikalisierung(-sprävention), Traumapädagogik und Krisentheorie und Krisenintervention.


warum so extrem? - Radikalisierung psychodynamisch erklärt!

25.02.2022, 10:00 - 14:00 Uhr - online per Zoom
Die Motive junger Menschen, die sich extremistischen Gruppen zuwenden, sind vielfältig. Wollen wir mit diesen Personen pädagogisch arbeiten, müssen wir zunächst verstehen, warum sie sich von diesen Gruppen angezogen und durch sie entlastet fühlen.

 

In dieser Online-Fortbildung betrachteten wir zunächst aktuelle Fakten und Zahlen zu Radikalisierung und fragten uns, welchen Risiken junge Menschen derzeit ausgesetzt sind, wie Radikalisierungsphänomene sich momentan entwickeln warum gerade Krisensituationen zu höherer Radikalisierungsbereitschaft führen können. Dabei betrachteten wir das Thema vor allem aus psychodynamischer Perspektive und gingen auf innerpsychische und interpersonelle Ursachen und Risikofaktoren von Radikalisierung ein. In einem weiteren Schritt wurden praxisrelevante Handlungsmöglichkeiten näher erläutert.

 

Dozierende:

Winnie Plha ist Sozialwissenschaftlerin, bei der Denkzeit-Gesellschaft für das Projektmanagement zuständig und arbeitet als Denkzeit-Trainerin mit straffällig gewordenen jungen Menschen ambulant und in Haft. Sie bietet Fachvorträge und Fortbildungen an und ist zusätzlich seit 2018 als freie Dozentin an der Medical School Berlin (MSB) im Studiengang Soziale Arbeit tätig. Ihre fachlichen Schwerpunkte sind psychoanalytische Pädagogik, pädagogische Interaktionsdiagnostik, Jugenddelinquenz, Gewalt und Radikalisierung(-sprävention), Traumapädagogik und Krisentheorie und Krisenintervention.

 

Caroline Welsch ist Sozialarbeiterin und arbeitet bei der Denkzeit-Gesellschaft als Projektkoordination im Kompetenznetzwerk Radikalisierungsprävention. Sie ist hauptsächlich für die Organisation und Durchführung von Fortbildungen im Bereich der Gewalt- und Radikalisierungsprävention verantwortlich. Zusätzlich ist sie Denkzeit-Trainerin im Einzel- und Gruppensetting an Berliner Schulen. Ihre fachlichen Schwerpunkte sind psychoanalytische Pädagogik, Jugenddelinquenz und Gewalt und Radikalisierung(-sprävention).