Zielgruppen in der Radikalisierungsprävention. Wie kann eine Vermittlung in radikalisierungspräventive Programme gelingen?

Workshop am 06.10.2021

von 09:30 bis 14:30 Uhr in der Medical School Berlin, Rüdesheimerstraße 50, 14197 Berlin (Raum 1.5)



Die Vermittlung von jungen Menschen in ambulante, radikalisierungspräventive Programme ist mit großen Herausforderungen verbunden, hier scheinen Praktikerinnen und Praktiker einig.

 

Besonders das Erkennen religiös begründeter Radikalisierung und ferner die Vermittlung gelingt noch nicht hinreichend. Neben der Gefahr der Stigmatisierung, dem Mangel von Strukturen und Erfahrungswerten, bündeln sich weitere Hindernisse gegen eine erfolgreiche Übermittlung von jungen Menschen in für diese Zielgruppe förderliche Programme.

 

In diesem Workshop möchten wir, im Rahmen des Forschungsprojekts "Zugangswege in radikalisierungspräventive Programme", welches wir in Berlin zu eben diesem Thema durchführen, über die Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Öffentlichen und Freien Kinder- und Jugendhilfe ins Gespräch kommen. Mit dem Kriminologen und Diplom Sozialpädagogen Michael Gerland haben wir für dieses Thema einen Experten eingeladen, der langjährige Erfahrungen in Beratung, Fallanalyse und Fortbildung zum Thema religiös konturierte Konflikte und Krisen hat. Des Weiteren hat er die Fach- und Beratungsstelle für religiös begründete Radikalisierungen "Legato" mitgegründet und ist seit 2021 freiberuflich für verschiedene Institutionen und Einrichtungen im Zusammenhang mit Islamismus und Jihadismus tätig.

 

Nach der Vorstellung der vorläufigen Ergebnisse des Forschungsprojektes "Zugangswege in radikalisierungspräventive Programme" durch Christian Schütze und Caroline Welsch (Denkzeit-Gesellschaft e. V.) und einem kurzen praxisnahen Input zum Thema durch Michael Gerland, werden wir uns mit Hilfe interaktiver Methoden drei zentralen Fragen widmen:

  • Wie können wir bestmögliche Bedingungen für die Erkennung von Radikalisierungstendenzen schaffen?
  • Welche Faktoren begünstigen eine erfolgreiche Zuweisung in radikalisierungspräventive Programme? Welche Best Practice Beispiele kennen Sie? Welche Wege funktionieren?
  • Wie können wir junge Menschen unterstützen, diese Programme auch erfolgreich abzuschließen?

 

In einem weiteren Schritt werden die Ergebnisse des Workshops zusammen getragen, um daraus Handlungsmöglichkeiten für die Praxis abzuleiten.  

 

Hier können Sie sich das Programm zum Workshop ansehen & herunterladen:

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Programm zum Workshop
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