Framing und Radikalisierungsprävention. Wie Sprache unser Denken und Handeln beeinflusst.

WORKSHOP AM 02.09.2021 VON 09:30 BIS 14:30 UHR


 

Worte schaffen Bilder. Auf diesen Bildern fußen meist Narrative. Sprache im Rahmen der Radikalisierungsprävention zu betrachten ist nicht nur überzeugend, sondern zählt zu den Prämissen in der Zusammenarbeit.

In der Folge der Herausbildung zivilgesellschaftlicher Organisationen, der Entstehung einiger Pilotprojekte oder der Formung neuer Kooperationen und Bündnisse innerhalb der Radikalisierungsarbeit, die sich den Themen von Prävention bis Intervention angenähert haben, wird wiederkehrend der Bedarf nach sprachlicher Abgrenzung, Präzisierung und Neuausrichtung formuliert.

 

Im Workshop wollen wir einen Blick auf die Professionalisierung der Präventionslandschaft werfen, uns die Formen und Folgen von Framing innerhalb der Radikalisierungsphänomene vergegenwärtigen und mit Kolleginnen und Kollegen aus Wissenschaft und Praxis diskutieren.

 

Welche Botschaften und Narrative haben sich innerhalb der letzten Jahre implizit und explizit herausgebildet? Welche Abgrenzung ist dadurch innerhalb der Präventionslandschaft entstanden und welchen Interessengemeinschaften ist der Zugang in diesem Feld möglicherweise verwehrt geblieben? Welche 'geframten' Bilder erzeugen Konfliktpotentiale und können sich unterschiedliche Akteure auf eine gemeinsame Sprache einigen? Wie kann der Austausch darüber strukturiert und übergreifend funktionieren und wo beginnt die praktische Veränderung?

 

Im Workshop werden wir uns unter anderem mit folgenden Fragen auseinandersetzen:

  • Wo werden sprachliche Vorgaben zu Hürden in der Radikalisierungsprävention?
  • Gibt es einen Handlungsbedarf und wenn ja, wo wird dieser verortet?
  • Braucht es eine „gemeinsame Sprache“ im Feld und wenn ja, wie kann sich diese entwickeln und in die Praxis umgesetzt werden?